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Neuigkeiten aus Asbach

Die Rekonstruktion des Empfangsgebäudes geht zügig voran. Im Obergeschoss sind nun neue historische Fenster eingebaut. Die alte Verkleidung mit Schiefer wurde zwischenzeitlich entfernt. Die dahinter liegenden Balken waren im guten Zustand. Nach ihrer Konservierung wurden neue Schieferplatten befestigt.

Das Gebäude erhält jetzt straßenseitig eine neue Zufahrt. Die bisher genutzte Zufahrt, sie liegt gleisseitig, wird für Pkws geschlossen. Dadurch wird optisch die ehemalige Funktion des Bahnhofes wieder hergestellt. Zu Zeit der Rhein-Sieg Eisenbahn gab es einen ähnlichen Zugang, durch ihn mussten Fahrgäste und ihre Begleiter, um auf die Bahnanlagen zu gelangen. Das Bahnhofsgelände mit den Betriebsgleisen war eingezäunt, um zum Beispiel spielende Kinder vom Fahrbetrieb fern zu halten. Ein weiterer praktischen Nutzer ergibt sich für Wolfgang Clössner: bei Starkregen, Schnee oder Glatteis kann er unmittelbar vor seiner Haustüre parken. Die Türen erhalten die typischen halbrunden Oberlichter. Die Rekonstruktion des Untergeschosses erfolgt im nächsten Jahr.

Straßenseitig hat das Gebäude die historischen Türen erhalten. Die provisorische Zufahrt dient noch dem Baustellenverkehr.

Das Obergeschoss ist von außen fertig gestellt. Das Untergeschoss wird im nächsten Jahr wieder seine alte Form erhalten.

Blick von Güterschuppen zum Empfangsgebäude

So sah das Bahnhofsgebäude einst aus. Ansichtskarte mit einem klassischen Zug von 1914.

Die Grundstücksgrenze verläuft parallel zur Baumreihe vor den Eigenheimen. In einem Bogen wird hier demnächst die Strecke verlängert


Selten sind Besucher, die noch auf den Bahnhof Asbach arbeiteten. Ziemlich einmalige dürfte es sein, dass ein alter Eisenbahner dazu noch seine Originaluniform mitbringt. So besuchte uns Herr Buschmann aus Uthweiler – ob die Jacke noch passt? Schnell haben wir 53 beleuchtet und in Position gestellt. Nach seiner Büroausbildung wechselte Herr Buschmann zum Kraftverkehr der Rhein-Sieg Eisenbahn. Genau genommen trägt er hier seine Kraftfahrer-Uniform. Wie alle Privatbahn-Uniformen hat sie „nur“ silberne Knöpfe. Die goldene Variante durften nur die Staatsbahner tragen.

Es hat aufgehört zu regnen – doch die nächste Ladung ist schon in Sicht. Herr Buschmann zog sich seine RSE-Jacke an, wir holten derweil die 53 aus dem Schuppen.

Die Uniform des Kraftverkehrs der RSE mit ihrem hübschen Aufnäher.


So sah es noch im August aus:

Der Stau löst sich auf…

In den vergangenen zwei Jahren war es ruhig gewesen im Museum Asbach. Aus Altersgründen sind jedoch der langjährige Ortsbürgermeister, Herr Helmut Reith, sowie der Beisitzende für Kultur, Herr Heinz Gödtner, zurück getreten. Sie haben vor elf Jahren, nach ersten Gesprächen mit mir, die Lok 53 nach Asbach zurück geholt. Schon damals stand fest, dass der gesamte Gebäudekomplex als ortsprägend betrachtet wird und erhalten bleibt. Zusammen mit Herrn Hans Walter, der nach wie vor das Gemeindebüro leitet, waren selbst kurzfristige Entschlüsse stets umsetzbar. Den drei Herren gebührt, für die Umsetzung der Idee, unser aufrichtiger Dank. Den Stab des Handels gab nun das erfahrene Team in jüngere Hände weiter.

Die neue Mannschaft um den Ortsbürgermeister Franz Peter Dahl und die Beigeordneten Reiner Narres und André Kukula benötigten ihrerseits eine Einarbeitungszeit. Pläne wurden angefertigt, ein Architekt kam hinzu, der Gemeinderat stimmte dem weiteren Ausbau einstimmig zu. Mittlerweile sind die Beschlüsse für jedermann sichtbar.

Bereits im Mai wurde das fast 80 Meter lange Grundstück des Bauhofes der Verbandsgemeinde geräumt. Bisher lagerte dort überwiegend Bauschutt. Das nun planierte Gelände ist bereit zum Einbau einer Streckenverlängerung. Diese wird vermutlich im nächsten Jahr umgesetzt. Vorher müssen die erforderlichen Schienenprofile in der RSE-typischen Bauform, der Fachmann spricht von Form 6, ausgebaut und abtransportiert werden. Noch werden die Schienen in Süddeutschland befahren. Der Weiterbau in Asbach ist folglich vom Ausbau der Gleise vor Ort abhängig. Der Einbau einer Weiche ist ebenfalls vorgesehen. Ein weiterer Abzweig wird dann den Güterschuppen mit dem Empfangsgebäude verbinden.

Zur Zeit laufen die Baumaßnahmen im Empfangsgebäude auf Hochtouren. Insgesamt 225.000 Euro sind für die denkmalgerechte Wiederherstellung erforderlich. Dabei erbringt der Bauhof der Gemeinde Eigenleistungen in Höhe von 57.000 Euro. Bis zum 24.12. 2011 muss das Obergeschoss fertig sein. Zwischen den Jahren zieht dort Wolfgang Clössner ein. Das Gebäude ist aktuell entkernt, ab dem 5.September wird es zusätzlich eingerüstet.

Das Untergeschoss wird ebenso räumlich fertiggestellt. Jedoch müssen viele alte Fenster wieder neu gefertigt und eingebaut werden. Die letzten Nutzer, die Eheleute Krautscheid, haben zahlreiche Fenster zugemauert um Standflächen für ihre Schränke zu gewinnen. Die Umwandlung einer Wohnimmobilie zurück in die ursprüngliche Nutzung als Büro ist aufwendig.

Die Fertiggarage zwischen den Gleisen und dem Empfangsgebäude ist sehr störend. Der hässliche Klotz stand bisher dem Ausbau der Gartenbahn und dem Aufbau eines RSE-Bahnhofgleises im Wege. Das Ungetüm wiegt um die 15 Tonnen, es ist noch offen wie man das sperrige Teil abtransportiert.
Anschließend muss eine Außenwand des Empfangsgebäudes zum Abtrocknen freigelegt werden. Es werden also noch öfter Bagger und Lastwagen das Grundstück befahren müssen. Im Frühjahr 2012 sind diese Arbeiten abgeschlossen. Erst danach können beide Gleisanlagen verlängert werden.

Der Besucher und Beobachter wird für die nächste Zeit eine Baustelle vorfinden. Sie wird jener unscheinbare Kokon sein aus dem später der flugfähige Schmetterling schlüpft.

Das Bahnhofsgebäude muß auch äußerlich restauriert werden.

Der ehemalige Dienstraum, Refugium des Stationsvorstehers.

Blick vom Wartesaal II. Klasse in den Wartesaal III. Klasse. An Stelle des rechten Fenster befand sich einst der Zugang für die Reisenden.

Von unten durch die Decke: Blick in das Obergeschoß.

Die alte Treppe bleibt erhalten, selbstverständlich restauriert.

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