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Veranstaltungen im Jahre 2017: s. “Öffnungszeiten”


Tornax zu Besuch

Am 17. Juni erhielt unser Museum Besuch von ca. 70 Motorrad-Begeisterten, die sich der Pflege historischer Maschinen der Marke Tornax verschrieben haben. Tornax, deren Werk 1925 in Wuppertal gegründet wurde, produzierte bis 1955 Motorräder zwischen 49 und 1000 ccm und vor dem Krieg sogar einen Sportwagen mit dem Namen Tornax-Rex. Nur wenige Teile wurden selbst produziert, hauptsächlich die Rahmen, man kaufte viele Bauteile ein und konfektionierte daraus hochwertige Maschinen, die auch viele Rennen gewannen. Weitere Details zur Firmen- und Motoradgeschichte finden sich hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Tornax

Die Webseite der Tornax Interessengemeinschaft: http://www.tornax-ig.de/Startseite/

Bürgermeister Franz-Peter Dahl begrüßt unsere Gäste von der Tornax Interessengemeinschaft. Foto: Carsten Gussmann

Aus ganz Deutschland und sogar dem Ausland kommen die stolzen Besitzer mit ihren Maschinen angereist. Foto: Carsten Gussmann

Der Plegezustand der meisten Maschinen ist phänomenal, da steckt viel Liebe und Arbeit hinter. Links einer der Tornax-Rex Roadster, angetrieben von einem DKW-Motor. Von ihnen gab es nur 158 Stück. Foto: Carsten Gussmann

Die Gästeschar wird mit Kaffee und kalten Getränken versorgt. Es sind auch viele Besucher aus der Umgebung hergekommen.
Foto: Carsten Gussmann

Alte Technik trifft auf alte Technik Foto: Carsten Gussmann

Einzylinder, Zweizylinder, mit und ohne Beiwagen, alles ist vertreten. Foto: Carsten Gussmann

Richtig was los auf dem Bahnsteig, mehr Besucher als es früher Fahrgäste gab. Foto: Carsten Gussmann

Nicht nur harte Kerle, sondern auch nette Damen sind mit von der Partie. Foto: Carsten Gussmann


V13 - jetzt wieder mit Tanks

Die Suche nach fehlenden Bauteilen für die V13 ist wieder erfolgreich gewesen. Dank Heiners unermüdlicher Recherche und Nachfragen konnten nun die beiden Tanks aus einer baugleichen Denkmalslok ausgebaut werden. Diese Lok, ehemals Hohenlimburger Kleinbahn 4, ist innen völlig leer, nur noch eine Hülle mit Blechen statt Scheiben. Aber die Tanks waren noch drin und durften nach Genehmigung durch den Besitzer für unsere Lok ausgebaut werden. Schwerstarbeit für Heiner und René, jeder Tank wiegt an die 70 kg.
Da die Türen keinen Öffnungsmechanismus mehr haben, musste René von oben durch die Wartungsklappe einsteigen und danach die Türen von innen abschrauben. Dann kamen die Befestigungsschrauben der Tanks an die Reihe, bei den sehr engen Verhältnissen im Vorbau kein leichtes Unterfangen. Nachdem diese herausgewuchtet waren, mit allem Dreck, der sich in vielen Jahren darin angesammelt hatte, folgten noch die Halterungen. Zum Schluss wurden die Türen wieder ordnungsgemäß eingebaut und verschlossen. Äußerlich hat sich am Denkmal nichts verändert. Am darauffolgenden Wochenende wurden die Halterungen probeweise in die V13 eingebaut, man weiß ja nie. Aber kein Problem, sie passten, wenn auch mit etwas Nachhilfe einer Brechstange. Die Tanks werden mit einem technischen Endosskop auf Ablagerungen und Rost untersucht. Hat jemand Hinweise zu deren Entfernung im Do-It-Yourself-Verfahren oder kann uns jemand Firmen nennen, die das bei solch grossen und schweren Teilen übernehmen? Tankspezialisten aus dem Motorrad- und Pkw-Oldtimerbereich erledigen das nicht. Für Hinweise, zeitnah, sind wir dankbar!

Der Nebenstrom-Ölfilter wurde durch den Einbau von Filterkartuschen komplettiert und ist somit betriebsfähig. Weiter in Arbeit sind die Scheibenwischer und die Schilder, dazu demnächst mehr.

Die Objekte der Begierde vor dem Ausbau. Hinten in der Mitte erkennt man die Löcher vom abgeräumten Armaturenbrett, da ist kein Schalter und kein Lämpchen übrig geblieben. Foto: Heiner Gilbert

Die eingezäunte Denkmalslok mit offenen Türen, jetzt noch leerer als vorher. Im Gegensatz zu den RSE-Loks hatten die meterspurigen HKB-Loks einen Innenrahmen, weshalb die Räder als Speichenräder mit Gegengewichten ausgebildet werden mussten.
Foto: Heiner Gilbert

René im Motorvorbau, nachdem er den ersten Tank herausgewuchtet hat. Da ist eine kleine Pause dringend nötig. Foto: Heiner Gilbert

Ein Teil von dem Dreck, der sich im Laufe der Zeit in den Tanks angesammelt hat. Foto: Heiner Gilbert

Eine der beiden Tankhalterungen, probeweise in die V13 eingebaut. Passt pefekt! Sie wird natürlich noch entrostet und neu lackiert.
Foto: Carsten Gussmann

Eine Filterkartusche beim Einsetzen in den Nebenstrom-Ölfilter. Es sind drei Stück nötig. Foto: Carsten Gussmann


17. Mai 1967: Vor 50 Jahren fuhr der letzte Planzug der RSE

Es war ein stilles Ende, kein Fotograf stand an der Strecke, es blieb kein Fahrtbericht erhalten. Fuhr man am letzten Tag nur von Eudenberg bis Hennef, oder doch noch bis Beuel? Dann wäre die letzte Fahrt von dort ein Leerzug nach Hennef gewesen. Auch das Triebfahrzeug des Zuges ist bei heute unbekannt, es kommen die V11, die V13 oder beide gemeinsam in Frage. Die V12 stand, wie die 53, auf Reserve, sprich kalt im Schuppen. Die Genehmigung zur Stillegung erfolgte zum 18. Mai, letzter Eintrag im Werkstatttagebuch war “Ölwechsel V13”.
Aber ganz das Ende war es noch nicht! Während auf der Beueler Strecke sehr schnell der Abbauzug sein Werk aufnahm, war zwischen Eudenberg und Hennef Ende August 1967 noch mindestens ein (halb) beladener Güterzug mit Split unterwegs. Die Wagen wurden in Hennef entladen. Erst später wurde die Verladerampe für Lkw’s tauglich gemacht, sprich die Schienen entfernt. V5 rangierte von nun an nur noch Güterwagen zum Schrottplatz und die Wagen des Abbauzuges zur Umladung. Nach und nach wurde alles verkauft, eines der letzten Überbleibsel war für einige Jahre die V3 im Lokschuppen von Beuel, nachdem dort schon keine Gleise mehr lagen, bis auch sie mit unbekanntem Ziel abtransportiert wurde.


Die Komplettierung der V13 schreitet voran

Neueste Errungenschaft ist der bisher geheimnisvolle “Pott” vorn links an der V13, der sich mittlerweile als 32 kg schwerer Nebenstrom-Ölfilter entpuppt hat. Dieser filtert nicht nur das Motoröl, sondern sorgt auch für eine zusätzliche Kühlung von Öl und Motor. Auf einigen Fotos aus der Sommerzeit ist zu sehen, dass die O&K-Dieselloks mit offenen Klappen unterwegs waren, meist jener oben auf dem Vorbau. Offensichtlich gab es Überhitzungsprobleme.
Hierzu eine Frage: wer nähere Informationen zu diesem Gerät hat, möge sie uns mitteilen. Wir kennen zwar die Funktion, aber nicht den Hersteller und besitzen auch keine Bedienungsanleitung. Ein Fabrikschild ist nicht vorhanden. Mails zu diesem Thema bitte an Carsten Gussmann, s. Startseite unten.

Heiner und René bei der Montage des Nebenstrom-Ölfilters, wegen des Gewichts und der beengten Einbauverhältnisse eine schweißtreibende Angelegenheit. Foto: Carsten Gussmann

Zum Glück ist (noch!) kein Motor drin. Foto: Carsten Gussmann

Macht sich richtig gut, der montierte Nebenstrom-Ölfilter. Foto oben und unten: Carsten Gussmann

 14. Mai, Öffnungstag im Museum. Die V13 vorbildgerecht mit offener Klappe. Das nächste Projekt wird der Umbau des Kühlergrills, das Material liegt schon bereit. Foto: Carsten Gussmann

Unsere Diesellok-Brigade nach der Arbeit. Foto: Klaus Drosdowski

Ein Blick ins Gelände, die V13 findet reges Interesse. Foto: Klaus Drosdowski

Reparatur und Wartung der Gartenbahndampflok. Foto: Klaus Drosdowski

Noch ein Blick ins Gelände aus ungewohnter Perspektive. Foto: Uli Clees

Im Gegenlicht blinkt und glänzt die V13. Foto: Uli Clees


Neue Lampen für die V13, dazu Motor und Getriebe

Das Diesellok-Team mit Heiner, René und Maxim kümmert sich weiterhin sehr aktiv um die Komplettierung der V13. Maxim hat jetzt neue Scheiben für die Lampen der Lok gespendet. Sie sind von Hella und entsprechen exakt den Originalen bei Ablieferung der Lok. Im Laufe der Jahrzehnte waren sie durch einfache Scheiben aus Fensterglas ersetzt worden, was aber ziemlich unprofessionell wirkte. Es ist ja einer der Leitsätze des Museums, die ausgestellten Fahrzeuge so originalgetreu wie möglich den Besuchern zu präsentieren.

In diesem Sinne hat Heiner dank intensiver Suche einen passenden und voll funktionsfähigen Deutz-Motor erstanden. Dazu kommt noch ein Voith-Getriebe, das vom selben Typ ist wie das beschädigte Originalgetriebe und es ersetzen wird. Diese Getriebebauart wurde nur in kleiner Stückzahl produziert und ist mittlerweile eine große Seltenheit. Entsprechend schwierig ist es zu bekommen. Fündig wurde Heiner in Wien, dank Weiterleitung über mehrere österreichische Eisenbahnfreunde. Allen Beteiligten gebührt großer Dank für das Engagement, besonders den Kollegen vom Eisenbahnmuseum in Wien, die uns das Getriebe zu einem Freundschaftspreis überlassen haben. Somit rückt die Betriebsfähigkeit der V13 in greifbare Nähe, aber es müssen vorher noch etliche Teile, wie z.B. Tank, Gelenkwelle und Luftfilter beschafft werden. Es geht weiter!

Am 11. März erfolgte in einer mehrstündigen Operation der Einbau der Glaskörper, das Ergebnis ist absolut sehenswert. Eine zweite Spende von Maxim ist das Gitter oberhalb der vorderen Kupplung, das er selbst nach Fotos neu angefertigt hat. Es diente einst als Halterung für eine Zugschlusslampe und zum Aufbewahren von Bremsschläuchen für den Rollwagenbetrieb.

Neue Hella-Glaskörper mitsamt Dichtungen für die V13, sechs Stück werden benötigt. Foto: Maxim Roßdeutscher

Während des Umbaus: Rechts unten noch mit der Zillertaler Fensterscheibe, links unten schon mit Originalscheibe von Hella. Oben wird noch gebastelt. Foto: Maxim Roßdeutscher

Fertig, auch auf Entfernung ist der Unterschied klar erkennbar. Zwischen den unteren Lampen befindet sich das Gitter für die Bremsschläuche. Foto: Maxim Roßdeutscher

Natürlich wurde auch die Rückseite wieder mit neuen Scheiben versehen, die hier in der Wintersonne blitzen. Foto: Maxim Roßdeutscher

Die unentwegten Lokschrauber Maxim, René und Heiner. Die Lok rollt so leicht, dass sie mit Muskelkraft bewegt werden kann. Foto: Maxim Roßdeutscher

Der gebrauchte, aber frisch überholte Deutz-Motor wartet auf Einbau. Er entspricht jenem Typ, den auch die Zillertalbahn verwendet hat. Somit läßt er sich leicht auf die vorhandenen Befestigungen setzen. Gespendet hat ihn Heiner. Foto: Maxim Roßdeutscher

Das Voith-Getriebe vom Typ L22nU, frisch aus Österreich angeliefert. Foto: Maxim Roßdeutscher

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