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Veranstaltungen im Jahre 2017: s. “Öffnungszeiten”

17. Mai 1967: Vor 50 Jahren fuhr der letzte Planzug der RSE

Es war ein stilles Ende, kein Fotograf stand an der Strecke, es blieb kein Fahrtbericht erhalten. Fuhr man am letzten Tag nur von Eudenberg bis Hennef, oder doch noch bis Beuel? Dann wäre die letzte Fahrt ein Leerzug von dort nach Hennef gewesen. Auch das Triebfahrzeug des Zuges ist bis heute unbekannt, es kommen die V11, die V13 oder beide gemeinsam in Frage. Die V12 stand, wie die 53, auf Reserve, sprich kalt im Schuppen. Die Genehmigung zur Stillegung erfolgte zum 18. Mai, der letzte Eintrag im Werkstatttagebuch war “Ölwechsel V13”.
Aber ganz das Ende war es noch nicht! Während auf der Beueler Strecke sehr schnell der Abbauzug sein Werk aufnahm, war zwischen Eudenberg und Hennef Ende August 1967 noch mindestens ein (halb) beladener Güterzug mit Split unterwegs. Die Wagen wurden in Hennef entladen. Erst später wurde die Verladerampe für Lkw’s tauglich gemacht, sprich die Schienen entfernt. V5 rangierte von nun an nur noch Güterwagen zum Schrottplatz und die Wagen des Abbauzuges zur Umladung. Nach und nach wurde alles verkauft, eines der letzten Überbleibsel war für einige Jahre die V3 im Lokschuppen von Beuel, nachdem dort schon keine Gleise mehr lagen, bis auch sie mit unbekanntem Ziel abtransportiert wurde.


Die Komplettierung der V13 schreitet voran

Neueste Errungenschaft ist der bisher geheimnisvolle “Pott” vorn links an der V13, der sich mittlerweile als 32 kg schwerer Nebenstrom-Ölfilter entpuppt hat. Dieser filtert nicht nur das Motoröl, sondern sorgt auch für eine zusätzliche Kühlung von Öl und Motor. Auf einigen Fotos aus der Sommerzeit ist zu sehen, dass die O&K-Dieselloks mit offenen Klappen unterwegs waren, meist jener oben auf dem Vorbau. Offensichtlich gab es Überhitzungsprobleme.
Hierzu eine Frage: wer nähere Informationen zu diesem Gerät hat, möge sie uns mitteilen. Wir kennen zwar die Funktion, aber nicht den Hersteller und besitzen auch keine Bedienungsanleitung. Ein Fabrikschild ist nicht vorhanden. Mails zu diesem Thema bitte an Carsten Gussmann, s. Startseite unten.

Heiner und René bei der Montage des Nebenstrom-Ölfilters, wegen des Gewichts und der beengten Einbauverhältnisse eine schweißtreibende Angelegenheit. Foto: Carsten Gussmann

Zum Glück ist (noch!) kein Motor drin. Foto: Carsten Gussmann

Macht sich richtig gut, der montierte Nebenstrom-Ölfilter. Foto oben und unten: Carsten Gussmann

 14. Mai, Öffnungstag im Museum. Die V13 vorbildgerecht mit offener Klappe. Das nächste Projekt wird der Umbau des Kühlergrills, das Material liegt schon bereit. Foto: Carsten Gussmann

Unsere Diesellok-Brigade nach der Arbeit. Foto: Klaus Drosdowski

Ein Blick ins Gelände, die V13 findet reges Interesse. Foto: Klaus Drosdowski

Reparatur und Wartung der Gartenbahndampflok. Foto: Klaus Drosdowski

Noch ein Blick ins Gelände aus ungewohnter Perspektive. Foto: Uli Clees

Im Gegenlicht blinkt und glänzt die V13. Foto: Uli Clees


Neue Lampen für die V13, dazu Motor und Getriebe

Das Diesellok-Team mit Heiner, René und Maxim kümmert sich weiterhin sehr aktiv um die Komplettierung der V13. Maxim hat jetzt neue Scheiben für die Lampen der Lok gespendet. Sie sind von Hella und entsprechen exakt den Originalen bei Ablieferung der Lok. Im Laufe der Jahrzehnte waren sie durch einfache Scheiben aus Fensterglas ersetzt worden, was aber ziemlich unprofessionell wirkte. Es ist ja einer der Leitsätze des Museums, die ausgestellten Fahrzeuge so originalgetreu wie möglich den Besuchern zu präsentieren.

In diesem Sinne hat Heiner dank intensiver Suche einen passenden und voll funktionsfähigen Deutz-Motor erstanden. Dazu kommt noch ein Voith-Getriebe, das vom selben Typ ist wie das beschädigte Originalgetriebe und es ersetzen wird. Diese Getriebebauart wurde nur in kleiner Stückzahl produziert und ist mittlerweile eine große Seltenheit. Entsprechend schwierig ist es zu bekommen. Fündig wurde Heiner in Wien, dank Weiterleitung über mehrere österreichische Eisenbahnfreunde. Allen Beteiligten gebührt großer Dank für das Engagement, besonders den Kollegen vom Eisenbahnmuseum in Wien, die uns das Getriebe zu einem Freundschaftspreis überlassen haben. Somit rückt die Betriebsfähigkeit der V13 in greifbare Nähe, aber es müssen vorher noch etliche Teile, wie z.B. Tank, Gelenkwelle und Luftfilter beschafft werden. Es geht weiter!

Am 11. März erfolgte in einer mehrstündigen Operation der Einbau der Glaskörper, das Ergebnis ist absolut sehenswert. Eine zweite Spende von Maxim ist das Gitter oberhalb der vorderen Kupplung, das er selbst nach Fotos neu angefertigt hat. Es diente einst als Halterung für eine Zugschlusslampe und zum Aufbewahren von Bremsschläuchen für den Rollwagenbetrieb.

Neue Hella-Glaskörper mitsamt Dichtungen für die V13, sechs Stück werden benötigt. Foto: Maxim Roßdeutscher

Während des Umbaus: Rechts unten noch mit der Zillertaler Fensterscheibe, links unten schon mit Originalscheibe von Hella. Oben wird noch gebastelt. Foto: Maxim Roßdeutscher

Fertig, auch auf Entfernung ist der Unterschied klar erkennbar. Zwischen den unteren Lampen befindet sich das Gitter für die Bremsschläuche. Foto: Maxim Roßdeutscher

Natürlich wurde auch die Rückseite wieder mit neuen Scheiben versehen, die hier in der Wintersonne blitzen. Foto: Maxim Roßdeutscher

Die unentwegten Lokschrauber Maxim, René und Heiner. Die Lok rollt so leicht, dass sie mit Muskelkraft bewegt werden kann. Foto: Maxim Roßdeutscher

Der gebrauchte, aber frisch überholte Deutz-Motor wartet auf Einbau. Er entspricht jenem Typ, den auch die Zillertalbahn verwendet hat. Somit läßt er sich leicht auf die vorhandenen Befestigungen setzen. Gespendet hat ihn Heiner. Foto: Maxim Roßdeutscher

Das Voith-Getriebe vom Typ L22nU, frisch aus Österreich angeliefert. Foto: Maxim Roßdeutscher

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