Dezember 2025

Nach dem Jubiläum und der arbeitsreichen und oft auch stressigen Vorbereitung wollten wir es bewusst zum Jahresende etwas ruhiger angehen lassen. Ganz funktioniert hat das nicht – es gibt doch auch
diesen Monat einiges zu berichten, darunter auch leider ein trauriges Ereignis.


Wenige Tage vor dem Vierten Advent erreichte uns die traurige Nachricht, dass Dieter Schumacher verstorben ist. Er war zwar nicht formell Mitglied unseres Vereins, aber er „gehörte zur Familie“ – war er doch gemeinsam mit Wolfgang Clößner (†), Carsten Gussmann und Ewald Lorscheid einer von denen, die unser Museum in den ersten Jahren aufgebaut haben.

Dieter Schumacher baute auch unter anderem das 5“ Modell der Diesellok V13, welches in diesem Jahr auf einige Ausstellungen begleitet hat. Er durfte am 12.09.2025 noch die Ankunft der V5 erleben (um die sich das Team des Museums ja seit Anfang der 2000er Jahre bemüht hat), und wir erinnern uns an leichte Freudentränen in seinen Augen, als der LKW mit dieser Lok ankam.

Es war für uns selbstverständlich, dass wir am 29.12.2025 mit einer großen Delegation unseres Vereins die letzte Ehre erwiesen.


Nachdem wir auch schon in der Vergangenheit am Sonntag des Asbacher Weihnachtsmarktes unsere Lokschuppentore außerhalb der Saison geöffnet haben, konnte unser Museumsbahnhof dieses Jahr auch am Samstag – wie schon seit Mai an den regulären Öffnungswochenenden – besichtigt werden.
Der Besuch war auch hier wieder erfreulich gut; die Gäste hatten erstmals die Gelegenheit, den Triebwagenanhänger TA4 nach seiner Rückkehr in die alte Heimat zu sehen.
Ab 2026 wird unser Museumsbahnhof am Wochenende des Asbacher Weihnachtsmarkts regulär Samstag und Sonntag geöffnet sein.


Bei Bauarbeiten im Dezember gegenüber von unserem Parkplatz auf der anderen Straßenseite wurden rund 20 Holzschwellen gefunden. Hier befand sich bis ca. 1957 ein Anschlussgleis zu der heute längst nicht mehr existierenden Firma Winggen. An der Stelle, wo das Anschlussgleis früher die Bahnhofstraße überquert hat, sind in diesem Jahr mehrmals Transporter mit Fahrzeugen auf unser Museumsgelände abgebogen.
Wir belassen es allerdings bei einem Foto, denn für unsere Ausstellung haben wir bereits vor 3 Jahren einige recht gut erhaltene originale Holzschwellen auf dem Gelände unserer heutigen Gleisanlage gesichert. Man kann (leider) nicht alles bergen und aufbewahren.


Während andere auf Weihnachtsmärkten einen Glühwein tranken, verbrachten einige Aktive des Museums die Adventssamstage in einer ehemaligen Tongrube in Witterschlick.

Dort musste eine Wellblechhalle bis Jahresende demontiert werden. Für den Schrott zu schade und für uns durchaus wertvoll. Durch die auch teils nicht geplanten Neuzugänge an historisch wertvollen Fahrzeugen fehlt uns der Platz, sie unter Dach zu bringen und daran zu arbeiten. Insbesondere für die umfangreichen Holzarbeiten an unseren Wagen ist eine separate Werkstatt dringend notwendig.
Geplant ist der Bau eines weiteren Gebäudes dort, wo früher der Kohlenschuppen gestanden hat. Der Kohlenschuppen ist nicht genau dokumentiert, so dass eine „originalgetreue“ Rekonstruktion ohnehin nicht möglich ist. Doch wie es der Zufall manchmal will, wurde uns eine historische Halle angeboten.

Von den Abmessungen passt sie genau auf das Baufeld am alten Kohleschuppen. Und da sich nur selten die Möglichkeit ergibt, für kleines Geld eine solche Halle zu erwerben, konnten wir uns diese Chance nicht entgehen lassen. Die Frontseite muss umgebaut werden, doch die Seiten, das Dach und die
Rückwand können wir dank der modularen Bauweise gut verwenden.
Diese Arbeitseinsätze werden uns die Investition in einen Neubau in gut fünfstelliger Höhe (Holzbauweise) ersparen und uns zeitnah dringend notwendige Abstell- und Arbeitsflächen schaffen.

Anfang Dezember wurde mit der Demontage der knapp 150 m2 großen Wellblechhalle begonnen werden. Am 30. Dezember war die Halle schlussendlich vollständig zerlegt und wartet nun auf den Abtransport in unser Museum. Im kommenden Jahr wird nun gemeinsam mit den Zuständigen Behörden ein Konzept erarbeitet, um die Halle anstelle des ehemaligen Kohleschuppens wiederaufzubauen und an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.


Mit dem Arbeitseinsatz am 30.12.2025 endete nun auch für unsere Aktiven das Jubiläumsjahr im RSE Museum Asbach. Wir wünschen allen unseren Lesern, Freunden und Unterstützern ein gutes neues Jahr 2026!