
Nach Frost, Schnee und Kälte brachte der Februar endlich wieder wärmeres Wetter in unseren Museumsbahnhof. Mit den gestiegenen Temperaturen begann auch unser Bahnhof immer mehr zu leben und während an mehreren Projekten die Arbeit fortgesetzt wurde, konnte im Bahnhof bereits mit den Vorbereitungen für die kommende Saison begonnen werden.
Aufarbeitung eines RSE-Originals
Mit unserem Jubiläum wurde es eher ruhig um die Aufarbeitung unserer originalen RSE-Strecken-Diesellok V13. Die geplante Inbetriebnahme mussten wir kurzfristig aufgrund mehrerer Verzögerungen verschieben, denn uns war es besonders wichtig, die historisch wertvolle Maschine nach bestem Wissen und Gewissen aufzuarbeiten. Dieses Ziel stand in starkem Kontrast zum immer größeren Zeitdruck, sodass wir die Inbetriebnahme verschieben mussten. Nun wird in aller Ruhe an der Fertigstellung der V13 gearbeitet und eine Inbetriebnahme im Laufe des Jahres 2026 ins Auge gefasst.
Im Februar konnten die beiden Halter für die rückseitigen Bremsschläuche angefertigt und montiert werden. Dieser Arbeit waren umfangreiche Recherchen vorausgegangen, da die Nutzung des zweiten Schlauches lange für Kopfzerbrechen gesorgt hat. Schlussendlich konnte eine Lösung in den Tiefen der Zeichnung einer Schwesterlok entdeckt werden. Während der in Fahrtrichtung rechte Schlauch wie üblich zum Anschluss der Hauptluftleitung dient, verbindet der linke Schlauch beim Fahren im Doppel (d.h. mit einer zweiten, baugleichen Lok, die zusammen gekuppelt und mithilfe einer Vielfachsteuerung verbunden sind) die Bremszylinderleitung beider Lokomotiven und ermöglicht so ein direktes Bremsen und vor allen Dingen Lösen von einem Führerstand aus.
Ebenfalls erhielt die Maschine nach über drei Jahren ihre Führerstandsfenster zurück. Die neu angefertigten Verbundglasscheiben an Vorder- und Rückseite wurden klassisch mithilfe einer Gummifassung eingesetzt. Für die Schiebefenster an den Führerstandsseiten wurden neue Holzführungen angefertigt, die nach dem Lackieren noch mit Gleitleisten aus Kunststoff versehen wurden. Die markanten Fenster vervollständigen weiter das typische Erscheinungsbild der ikonischen RSE Diesellok.




Neues aus der Ausstellung
Wie in jedem Jahr wird in den Wintermonaten auch wieder an unserer Dauerausstellung im Empfangsgebäude gearbeitet, damit unsere Besucher auch in diesem Jahr wieder einige neue Bilder und Exponate entdecken können.
Wie so oft bei großen Projekten sind in den vergangenen Jahren einige Sachen nie komplett fertig gestellt worden. So bestand von Anfang an der Plan, den Raum unter unseren Vitrinen mit Vorhängen zu verschließen, um die Optik weiter aufzuwerten. Im Februar war nun die Zeit gekommen, um die ersten Vorhänge anzufertigen und anzubringen.



Völlig unerwartet konnten wir ein weiteres Relikt eines unserer Fahrzeuge für unsere Sammlung erhalten. Von vielen Freunden und Unterstützern erhielten wir Ende Januar den Hinweis auf eine Aktion in einem großen Internetauktionshaus, in welcher das originale und seit vielen Jahrzehnten verschollene Kesselschild unserer Dampflok 8301 angeboten wurde. Anfang Februar konnten eines unserer Mitglieder das Schild erwerben und spendete es unserem Museum. Ab April ist es gemeinsam mit dem neu gegossenen Fabrikschild und dem historischen Manometer in unserer Ausstellung zu sehen.



Stimmungsbild des Monats: Blick in Vergangenheit oder Zukunft?
Während das H0e Diorama in unserer Ausstellung eigentlich den Bahnhof Asbach im Zustand der 1950er Jahre zeigt, vermittelt es auch einen wirklich guten Eindruck, wie unser Museum in nicht allzu ferner Zukunft wieder aussehen soll.
