
Der Juni war gezeichnet durch das Erreichen einiger wichtiger Meilensteine, die entscheidend für die weitere Entwicklung unseres Museumsbahnhofes in den nächsten Jahren sein werden. Darüber hinaus erhielten wir zu unserem Öffnungstag Besuch von Oldtimerfreunden und konnten eine wichtige Investition für unsere Werkstatt tätigen.
Öffnungstag mit besonderem Besuch
Am 13. Juni war unser Museum neben dem regulären Öffnungstag Ziel für eine Ausfahrt des Fiat 500 Clubs Deutschland, der mit über 15 Fahrzeugen in unserem Museum Aufstellung bezog – sehr zur Freude der zahlreichen Besucher, die sich an den bestens gepflegten Oldtimern erfreuten.


Museum op Jück
Auch in diesem Monat waren wir wieder mit unserem Infostand unterwegs. Im Rahmen der Modelleisenbahnausstellung im HUMA-Einkaufszentrum in Sankt Augustin konnten wir unsere Arbeit mit einem kleinen Infostand präsentieren. Unser Dank gilt dem Modelleisenbahnclub Rhein-Sieg e.V., der uns uns mit unserem Stand eingeladen hat.


Doch nicht nur mit unserem Infostand waren wir unterwegs. Unsere Mitglieder besuchen auch immer wieder gemeinschaftlich andere Museen und Vereine. In diesem Monat besuchten wir unter anderem die Festveranstaltung zum 125 jährigen Bestehen der Brohltalbahn und das Feldbahnfest des Frankfurter Feldbahnmuseums.
Die vier Säulen unserer Fahrzeugaufarbeitung
Bei der umfangreichen Aufarbeitung und Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeugen ist es von Zeit zu Zeit nötig, die Lokomotiven oder Wagen von ihren Radsätzen zu heben, um Arbeiten an Rahmen und Radsätzen durchzuführen. Für das Anheben der tonnenschweren Eisenbahnfahrzeuge ist entweder ein Kran oder eine spezielle Hebebockanlage von Nöten.
Bereits kurz nach der Gründung unseres Museums erhielten wir als Geschenk der Brohltalbahn die originale Hennefer Hebebockanlage, welche die Brohltalbahn nach der Betriebseinstellung der RSE übernehmen konnte. Hierbei handelt es sich um vier mechanische Hebeböcke aus dem späten 19. Jahrhundert. Um die Fahrzeuge anzuheben mussten bis zu acht Menschen an den großen Kurbeln schuften, um das Fahrzeug zentimeterweise von seinen Radsätzen zu heben. Zudem haben sie jeweils nur eine Traglast von 4 Tonnen, sodass große Lokomotiven nicht angehoben werden können. Zum Ausachsen eines Wagens sind diese mechanischen Hebeböcke jedoch noch bestens geeignet.
Durch einen persönlichen Hinweis war es uns möglich, eine gebrauchte elektrische Hebebockanlage zu erwerben. Diese massiven Böcke werden durch Elektromotoren angetrieben und ermöglichen auch das Anheben unserer großen Dampflokomotiven. Anfang Juni trafen die Hebeböcke im Asbacher Museumsbahnhof ein und werden gegenwärtig einer gründlichen Befundung und Aufarbeitung unterzogen. Nach der Fertigstellung kann die Hebebockanlage ihre Qualitäten beim Ausachsen unserer V13 unter Beweis stellen.





Arbeiten auf dem Museumsbahnhof
Auf unserem Museumsbahnhof konnte an vielen laufenden Projekten weiter gearbeitet werden. Die Instandsetzung unseres Gabelstaplers wurde erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden Motor und Getriebe einer umfangreichen Durchsicht unterzogen, der Kühler und die Bremsanlage instandgesetzt und die gesamte Elektrik erneuert. Somit steht uns der „Esslinger“ nun wieder für die vielfältigen Aufgaben in unserem Museum zu Verfügung.
Auch am Zaun und an der Stützmauer wurden die Arbeiten fortgesetzt. Der Zaunbau konnte abgeschlossen werden und auch die Stützmauer wächst immer weiter.
Um die Baufläche des Kohleschuppens zukünftig besser erreichen zu können, wurde ein Weg vom Bahnsteig entlang der Grundstücksgrenze bis zum Kohleschuppen angelegt.
Die Ortgemeinde Asbach setzt zudem die Fassadensanierung unseres Werkstattgebäudes fort, sodass auch die Rückseite bald wieder in neuem Glanz erstrahlen wird.





Der Museumsbahnhof wächst!
Was lange währt wird endlich gut!
Nachdem wir in unserem letzten Monatsbericht noch von der Befestigung der „neuen“ Grundstücksgrenze am Kohleschuppen berichteten, konnten wir in diesem Monat weitere Flächen erschließen und nutzbar machen..
Nach langen Bemühungen und unzähligen Gesprächen mit Fachfirmen und Gemeindevertretern wurden in diesem Monat die Schütten hinter unserer Werkstatt beräumt und im gleichen Atemzug auch der Abraum unseres Bauabschnitts 1 abgefahren. Was erstmal banal klingt, war ein Kraftakt für alle Beteiligten und sorgt dafür, dass sich die nutzbare Fläche unseres Museums mehr als verdoppelt!







Der direkte Vergleich aus der selben Perspektive macht deutlich, wie viel sich durch das Abtragen und Abfahren der Schüttflächen verändert hat.


Was ist mit den neu gewonnenen Flächen nun geplant?
Der Zuwachs der Flächen ist bereits seit vielen Jahren geplant und wird für den Ausbau unseres Museums auch dringend benötigt. Die beräumte Fläche am Güterschuppen steht nun für den Baubeginn unseres Gleisbauabschnitts 2 bereit, der in nicht allzu ferner Zukunft beginnen soll, um unserem wachsenden Fahrzeugbestand genügend Abstellfläche zu bieten.


Auf der Fläche hinter der Werkstatt wird eine von vielen vermissten Attraktion unseres Museums nun ihr Comeback feiern: Unsere Gartenbahn!
Die Gartenbahn war und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Museums. Kurz nach Eröffnung des Museums wurde mit dem Bau der Gartenbahn mit einer Spurweite von 5″ (127 mm) begonnen. Grade in den ersten Jahren sorgte sie für die nötige Bewegung in dem damals noch sehr kleinen Museum und besonders der Einsatz der Echtdampfloks sorgte für große Begeisterung bei Jung und Alt!
Doch mit dem stetig wachsenden Betrieb mit unseren Originalfahrzeugen wurde die ebenerdige Kreuzung zwischen 5″ Gartenbahn und den großen Originalfahrzeugen zunehmend zum Problem und vor allem zu einer Gefahrenquelle. Mit dem Neubau der Gleisanlagen und dem Plan zum Wiederaufbau des Kohleschuppens wurde schweren Herzens die Entscheidung gefällt, die Gartenbahn an ihrem bisherigen Standort aufzugeben. Jedoch stand von Vornherein fest, dass ein Wiederaufbau an einer anderen Stelle erfolgen soll.
In Absprache mit der Ortsgemeinde Asbach erfolgt nun der Neubau im zukünftigen Basaltpark, neben der Werkstatt gegenüber vom Güterschuppen. Darüber hinaus wird die neue Anlage mit einem Dreischienengleis für 5″ (127mm) und 7 1/4″ (184 mm) ausgestattet. Die großen 7 1/4″ Fahrzeuge sind aufgrund der größeren Spurweite deutlich stabiler und sorgen für eine erhöhte Kippsicherheit der Besucherzüge, während die 5″ vor allem bei den privaten Betreibern sehr verbreitet ist und somit auch weiterhin den Einsatz von Gastfahrzeugen und unseren bereits bestehenden Fahrzeugen ermöglicht.
Als „Startpackung“ konnten wir im Oktober 2025 eine gebrauchte 7 1/4″ Anlage mit Gleisen sowie einer Lok und einigen Wagen erwerben, die den Grundstock unserer neuen Anlage bilden wird.
Die Planung der neuen Anlage ist weitestgehend abgeschlossen, sodass mit den Erdarbeiten in Kürze begonnen werden kann!

Stimmungsbild des Monats: Eine völlig neue Perspektive ergibt sich nun vom neuen Ende unseres Geländes auf die Gebäude des Endbahnhofs Asbach. In nicht allzu ferner Zukunft wird sich dieser Anblick auch unseren Besuchern bieten – bei der Mitfahrt auf unserer Gartenbahn!
