April 2026

Unser Museum ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Neben unserem Öffnungstag und einer zusätzlichen Gruppenführung waren wir in diesem Monat auch bei mehreren befreundeten Vereinen zu Gast und konnten auch ein wertvolles Stück für unsere Sammlung entgegennehmen.


Am 11. und 12. April starte unser Museum in die neue Saison. Bei bestem Wetter konnten wir viele interessierte Besucher auf unserem Bahnhof begrüßen.
Darüber hinaus hatten wir am 15. April bereits den ersten Sonderöffnungstag für eine angemeldete Gruppe.


Auch wenn die meisten Besucher bei Arbeiten in einem Eisenbahnmuseum vor allem an Fahrzeuge und Gleise denken, beansprucht insbesondere die Pflege unseres Geländes viel Zeit. Neben der obligatorischen Grünpflege wurde auch der Rest eines Schotterhaufens vor unserem Güterschuppen abgetragen und umgelagert.


Wenn eine Lokomotive abgestellt wird, dauert es meist nicht lange, bis die ersten Teile von Eisenbahnfreunden „sichergestellt werden“. Besonders beliebt sind die Fabrikschilder, die bei Denkmal- oder Spielplatzlokomotiven meist nach kurzer Zeit abgebaut wurden und in privaten Sammlungen ein neues Zuhause fanden.
Genau so erging es auch den Fabrikschildern unserer Dampflokomotive 7729, die seit den späten 60er Jahren verschollen waren. Da ein Auffinden der originalen Schilder fast genauso wahrscheinlich wie der sprichwörtliche 6er im Lotto ist, haben wir für unsere Lok authentische Repliken bei der Firma EMH Bude aus Swisstal angefertigten lassen.

Doch zu unserer großen Überraschung erreichte uns kürzlich eine E-Mail eines aufmerksamen Besuchers, der in einer Vitrine im Pfalzbahn-Museum Neustadt an der Weinstraße ein originales Fabrikschild unserer Dampflok 7729 entdeckt hatte. Dank dieses tollen Hinweises konnten wir uns mit den Kollegen des Pfalzbahnmuseums in Verbindung setzen. Der Leiter des Neustädter Museums, Herr Pfeiffer, erzählte uns, dass das Schild aus einer großen Sammlung stammt, die dem Museum vererbt wurde. Da wir uns aber einig waren, dass ein Schild zu seiner Lokomotive gehört, reiste eine Delegation unseres Museums am 19. April nach Neustadt an der Weinstraße. Nach einer umfangreichen Führung durch das äußerst sehenswerte Pfalzbahnmuseum überreichte Museumsleiter Jürgen Pfeiffer unserem Kassierer Mark Borutta das Schild unserer Dampflok 7729. Im Gegenzug erhielt das Pfalzbahnmuseum eine Spende von unserem Verein.

Wir danken den Kollegen des Pfalzbahnmuseums Neustadt Weinstraße für die Gastfreundschaft und vor allem für die Möglichkeit, dieses Originalstück in unsere Sammlung übernehme zu können!


Am 13. März 1901 nahm die 39 km lange Jaggstallbahn von Möckmühl nach Dörzbach ihren Betrieb auf. Grade durch den umfangreichen Museumsverkehr in den 1970er und 1980er Jahren besitzt die Bahn bis heute einen großen Kultstatus, der auch nach der Betriebseinstellung im Jahr 1988 fortbesteht. Seit 2021 wird ab dem Bahnhof Dörzbach wieder Betrieb mit der Diesellok V22.02 gemacht und ein Teilstück der Jagsttalbahn als Museumsbahn wieder aufgebaut.
Anlässlich des 125 jährigen Jubiläums der Jagsttalbahn kam von der Insel Rügen die Dampflok 99 4652 ins Jagsttal, die von 1982 bis 1988 unter dem Namen „Frank S“ Museumszüge auf der Jagsttalbahn bespannte. An beiden Festwochenenden besuchten Mitglieder unseres Museums die Kollegen im Jagsttal und nutzten die Gelegenheit für den Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Wir danken unseren Freunden vom Jasggtalbahn e.V. für die Gastfreundschaft und die gelungene Veranstaltung.


Für Freunde der Rhein-Sieg Eisenbahn besitzt die Jagsttalbahn auch aus einem weiteren Grund Kultstatus. Nach der Einstellung des Personenverkehrs auf der Rhein-Sieg Eisenbahn übernahm die Jagsttalbahn die Triebwagen T2, T4 und T5, sowie die Beiwagen TA4 und TA5 und rettete sie somit vor dem Schneidbrenner. Bis zur Betriebseinstellung 1988 konnten RSE Freunde noch stilreine RSE-Triebwagenzüge im Jagsttal bewundern.

Auch wenn der Triebwagen T2 und der Beiwagen TA4 mittlerweile wieder zurück in Ihrer alten Heimat sind, nutzten wir natürlich die Gelegenheit und besuchten den ehemaligen RSE T5 im Lokschuppen Bieringen und den ehemaligen TA5 im Bahnhof Jagsthausen.


Auch in diesem Monat nahmen wir wieder an einem größeren Treffen teil. Am 25. April 2026 veranstaltete die Online-Comunity #eisenbahnverein_t ein Comunitytreffen auf der Selfkantbahn. Insgesammt vier Mitglieder unseres Vereins nahmen an der hervorragend organisierten Veranstaltung teil, die neben zwei Fotosonderzügen am frühen Morgen und am späten Abend vor allem viele Möglichkeiten zum Knüpfen von Kontakten und dem Erfahrungsaustausch mit den anwesenden Mitgliedern zahlreicher anderer Museumsbahnen bot.

Wir bedanken uns bei den Organisatoren Julian und Stefan, sowie dem gesammten Team der Selfkantbahn für die wirklich gelungene Veranstaltung!


Stimmungsbild des Monats: Vor dem TA5 stellen sich die Teilnehmer unseres Vereinsausfluges am 26. April zum Gruppenfoto auf.